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Nur nichts anbrennen lassen – so lautete das Spielmotto der FIVERS WAT Margareten gegen die BT Füchse Auto Pichler. Und über weite Phasen des Spiels wurde man diesem Motto auch gerecht. Die Margaretner konnten deshalb einen recht sicheren 38:34-Heimerfolg gegen die Gäste aus der Steiermark für sich verbuchen.

Die Steirer konnten zum Liga-Auftakt mit einem Heimsieg gegen den frische gekürten Supercupsieger Bregenz Handball überraschen, die FIVERS waren somit mehr als nur gewarnt. Insbesondere die „vier neuen Füchse“ und damit Raul Santos, Christoph Neuhold und Julian Schiffleitner sowie Urh Brana im Tor, wollte man schnell unter Kontrolle haben. Zumindest in den ersten fünf Minuten bekommt man das nicht ganz so hin: Schiffleitner und Neuhold bringen die Gäste zweimal in Führung, ehe Eric Damböck die Gastgeber erstmals mit 3:2 in Front bringt. Ab diesem Moment legen die FIVERS vor, können durch gefälliges Spiel über die Mitte die steirische Abwehr immer wieder in Verlegenheit bringen. Auch Wolfgang Filzwieser kommt immer besser ins Spiel, leitet mit einigen Saves schnelle Konter ein. In der 10. Minute steht es 8:6 für die FIVERS, Füchse-Trainer Benjamin Teras nimmt eine frühe Auszeit.

Diese bringt nicht sofort Zählbares, im Gegenteil: Die FIVERS können sich nach etwas mehr als einer Viertelstunde auf 13:7 absetzen. Dann schleicht sich etwas der Schlendrian ein und die Gäste arbeiten sich Tor um Tor heran, Julian Schiffleitner verkürzt in der 23. Minute auf 15:13. Die Margaretner erfangen sich wieder und gehen mit einem 18:14-Vorsprung in die Pause.

In ähnlicher Tonart geht es weiter: Die FIVERS halten das Tempo hoch, David Brandfellner netzt dreimal hintereinander ein und in der 35. Minute steht es auch deshalb 23:17. Die Margaretner kommen zu vielen sehr schnellen und einfachen Toren, ergänzen ihr Tempospiel durch viele Einläufe mit Torerfolgen. Beim Stand von 26:20 nimmt Teras die zweite Gäste-Auszeit, richtig besser läuft es auch danach nicht für die Füchse. Christoph Neuhold trifft zwar regelmäßig, so richtig heranarbeiten können sich die Steirer aber nicht. Das gelingt dann Martin Breg mit drei Treffern in Serie, in der 53. Minute steht es „nur mehr“ 33:29 für die FIVERS. Peter Eckls Timeout ist die logische Konsequenz, die Margaretner legen nochmals nach und Fabio Schuh trifft danach in der 57. Minute zum 37:32 und damit zur endgültigen Vorentscheidung. Das Spiel endet mit 38:34 für die Gastgeber, die im zweiten Spiel ihren zweiten Sieg feiern dürfen.

Basis dafür war eine solide Teamleistung, die gleichzeitig aber auch noch zeigt, wo Luft nach oben ist. Hohes Tempo, über weite Phasen ansprechender Spielwitz und die Breite des Kaders machten heute gegen die BT Füchse Auto Pichler den Unterschied aus. In wichtigen Phasen konnten beide Torhüter (Wolfgang Filzwieser über lange Zeit in der ersten Hälfte, danach Boris Tanic (Best Player FIVERS)) den Margaretnern wichtigen Rückhalt geben. Die Steirer konnten mit dem Tempo der Margaretner nicht lange mithalten, zeigten aber bis zum Ende des Spiels dass sie auch ein schwieriges Spiel nicht aufgeben. Mit Julian Schiffleitner (Best Player Füchse) und Christoph Neuhold konnten auch wieder zwei Neuzugänge aufzeigen.

Nun geht es für die FIVERS dieses Wochenende vorerst im EHF European Cup nach Griechenland, gegenauer gesagt auf den Peloppones zu A.C. Diomidis Argous. Dort wollen die Margaretner im Auswärtsspiel ein möglichst gutes Ergebnis erreichen um eine Woche später im Heimspiel um den Aufstieg in die zweite Runde des Bewerbs ein gehöriges Wort mitreden zu können. Dafür wird es wohl den nächsten Schritt nach vorne brauchen, die Griechen sind zwar ein weitgehend unbeschriebenes Blatt, dafür aber auch extrem schwer einzuschätzen. Diese Situation ist den FIVERS nicht ganz unbekannt, war gegen die beiden Steiermark-Teams der ZTE HLA MEISTERLIGA nicht viel anders.

Benjamin Teras, Trainer BT Füchse Auto Pichler: „Die FIVERS haben ihr schnelles Spiel sehr gut aufgezogen, wir wollten da dagegen halten und das Tempo mitgehen. Wenn du dann zwei, drei Fehlwürfe hast, dann läufst du hinterher. Die FIVERS haben ihr Spiel durchgezogen, wir haben bis zum Ende gekämpft. Wenn du aber gegen die Margaretner etwas mitnehmen willst, dann musst du stärker auftreten, als wir das heute konnten. Die haben das Tempo bis zum Ende hochgehalten und da konnten wir dann nicht mehr mit.“

Peter Eckl, FIVERS-Trainer: „Wir haben heute einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Unser Ziel ist, dass der im breiter werdende Kader auf hohem Niveau unser hohes Tempo gehen kann, dass es eigentlich keinen Unterschied zwischen einer Einseraufstellung und jeder anderen gibt. Das hat man heute schon besser gesehen, als das noch in Graz der Fall war. Ich bin mit der zwischenzeitlichen Entwicklung zufrieden, auch wenn wir noch etliche Spiele und notwendige Entwicklungsschritte vor uns haben. Jetzt geht es mal für zehn Tage im Europacup weiter, darauf freuen wir uns sehr.“

          

HC FIVERS WAT Margareten vs. BT Füchse Auto Pichler 38:34 (18:14)
Mi., 7. September 2022, 20:15 Uhr
Werfer HC FIVERS WAT Margareten: Eric Damböck (8), Vincent Schweiger (5), Lukas Gangel (4), David Brandfellner (4), Marc-Andre Haunold (3), Thomas Seidl (3), Fabio Schuh (2), Marin Martinovic (2), Leander Brenneis (2), Markus Kolar (2), Maximilian Riede (2), Philipp Gangel (1)
Werfer BT Füchse Auto Pichler: Raul Santos (7), Christoph Neuhold (7), Julian Schiffleitner (6), Thomas Kuhn (4), Martin Breg (4), Anze Ratajec (2), Patrick Prokop (1), Thomas Tremmel (1), Luca Plassnig (1), Hasbulat Sabazgiraev (1)
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