Online Magazin
Kein Sieg im ersten Heimspiel des Aufstiegs-Playoffs der HLA CHALLENGE für medalp Handball Tirol – nach intensiven 60 Minuten trennte man sich am Samstag in Runde 2 trotz 16:10-Pausenführung mit einem 32:32-Remis vom SK Keplinger Traun.

Es wurde nicht der dritte Saisonsieg gegen den SK Traun für medalp Handball Tirol – dennoch bleibt das Team von Trainer Klaus Hagleitner weiterhin ungeschlagen in der laufenden so herausragenden Spielzeit der HLA CHALLENGE, gab jedoch erstmals einen Punkt ab. Zwar wähnte man sich nach einer starken ersten Halbzeit auf Siegeskurs, aber die Gäste aus Oberösterreich kämpften sich nach der Pause zurück und holten noch ein durchaus verdientes Remis in der Sporthalle Hötting West. Traun hält damit bei einem Zähler, medalp Handball Tirol bei drei Punkten.

Die Tiroler fanden gut ins Spiel, führten rasch mit 2:0 und 3:1. Doch das Match wurde nicht zum Selbstläufer, der SK Traun, der diesmal in stärkerer Besetzung als zuletzt in Innsbruck angetreten war, erwies sich als unangenehmer Gegner; das Team um den zehnfachen Torschützen Matt Lafleur drehte die Partie auf 7:5 (14.). Der Grunddurchgangssieger im Westen reagierte abgeklärt und antwortete mit fünf Toren in Serie – Laurel Dimai machte das 10:7 in Minute 19. Nun zogen die Hausherren weg, Luca Lechleitner machte das 15:9.

Handball Tirol schien alles unter Kontrolle zu haben, zur Halbzeit stand es 16:10. Aber die Begegnung geriet nicht zur klaren Angelegenheit. Traun änderte seine Deckungsformation von 4:2 auf 6:0, medalp HT ließ Anfang der zweiten Hälfte eine Fülle an Möglichkeiten liegen, Trauns Keeper zeigte sich – übrigens wie sein Gegenüber Thomas Heiss – in Topverfassung. Die Oberösterreicher holten Tor für Tor auf und egalisierten in der 41. Minute zum 19:19. Es brachen 20 umkämpfte Minuten an, in denen die Führung mehrmals wechselte und die beiden Teams nie mehr als ein Treffer trennte. Philipp Igbinoba warf das 32:31 (59.), danach erkämpften sich die Tiroler nochmals den Ball. Die Chance zur Entscheidung wurde vergeben, Traun kam in Ballbesitz – und 15 Sekunden vor Schluss zum Ausgleich durch Zoltan Csonka.

Thomas Heiss, Kapitän medalp Handball Tirol: „Wir haben schon gut angefangen, hatten in der ersten Halbzeit nur zwischenzeitlich kleinere Probleme, konnten uns aber dann sukzessive absetzen. Die Deckung stand kompakt; die Chancenverwertung war in der ersten Halbzeit noch gut, wir sind auch oft über Tempogegenstöße zu einfachen Toren gekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir den Vorsprung innerhalb von nur wenigen Minuten eingebüßt, weil wir vorne etliche Chancen leichtfertig ausgelassen haben. Plötzlich war es ein Hin und Her und ganz eng. Am Ende hatten wir den Sieg in der Hand, aber haben uns noch den Ausgleich eingefangen. Schade natürlich, aber andererseits sind wir in dieser HLA-CHALLENGE-Saison weiterhin ungeschlagen. Vielleicht ist das der nötige Dämpfer zur richtigen Zeit. Wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen, werden jetzt die Osterpause gut nutzen, um im nächsten Spiel wieder voll anzugreifen.“

Zoran Ban, Trainer SK Keplinger Traun: „Wir freuen uns sehr, dass wir gegen die überragende Mannschaft des Grunddurchgangs einen Punkt holen konnten, damit war nicht wirklich zu rechnen. Wir hatten in dieser Saison so viel Verletzungspech, das tut richtig gut. In der ersten Hälfte konnten wir auch schon lange Zeit mithalten, haben dann aber den Faden verloren, plötzlich lagen wir sechs Tore zurück. Wir haben die Abwehr in der Pause umgestellt und Tirol damit große Probleme bereitet. Eine tolle Aufholjagd meiner Mannschaft hat uns den verdienten Punkt gebracht. Die zweite Hälfte war richtig stark.“

2. Spieltag HLA CHALLENGE Aufstiegs-Playoff

medalp Handball Tirol vs. SK Keplinger-Traun 32:32 (16:10)
Sa., 9. April 2022, 17:00 Uhr
Werfer medalp Handball Tirol: Lukas Prader (7), Luca Lechleitner (5), Daurel Dimai (5), Philipp Igbinoba (5), Alfons Huber (3), Timo Stöcker (2), Nico Gasparini (2), Simon Sabath (1), Anton Lamesic (1), Elias Staudinger (1)
Werfer SK Keplinger-Traun: Matt Lafleur (10), Philipp Preinfalk (5), Dominik Oppermann (5), Zoltan Csonka (5), Dejan Golubovic (5), Thomas Vogel (2)
Statistiken
© ZTE HLA MEISTERLIGA LIGA | ZTE HLA CHALLENGE 2022
fb twitter youtube instagram Spozihy Spozihy