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Die Mission „Vier Punkte“ zum Auftakt der EURO-Quali ist erfolgreich abgeschlossen. Nach dem 36:32-Erfolg über Rumänien vergangenen Donnerstag konnte Österreichs Handball Männer Nationalteam in Torshavn (FAR) Färöer 30:28 in die Knie zwingen. Im Jänner stehen Head Coach Aleš Pajovič zwölf Tage mit seinem Team zur Verfügung, trifft man im Rahmen des Yellow Cup auf Gastgeber Schweiz, Japan und Kap Verde. Im März 2023 geht es in der EURO-Quali mit einem Doppel gegen die Ukraine weiter.

„Es war das erwartet schwere Spiel“, resümierte Teamchef Aleš Pajovič nach Spielende. Auch wenn man ab der 13. Minute die Führung übernahm und sich zwischenzeitlich einen kleinen Drei-Tore-Polster herausspielte, ließen sich die Hausherren nicht abschütteln. Speziell an Torhüter Pauli Jacobsen biss man sich immer wieder die Zähne aus, hinzu kamen einige technische Fehler im Angriff. Bis zur Halbzeit gelang es Färöer auf 14:14 zu stellen, Thomas Eichberger verhinderte kurz vor der Pause sogar noch den Rückstand.

Nach Seitenwechsel hatten die Österreicher einige schwere Minuten zu überstehen, sahen sich gleich zweimal in doppelter Unterzahl, verloren nach 36:05 Minuten zudem Abwehrchef Lukas Herburger, der nach seiner dritten Zeitstrafe mit Rot vom Feld musste. Keine zwei Minuten später war Jacobsen bei einem Rückraumwurf von Lukas Hutecek zur Stelle und die Gastgeber eroberten durch West Av Teigum die Führung zurück – 18:17.

Doch auch Färöer zeigte sich im Angriff fehleranfällig, tat sich gegen die Deckung der Österreicher, in der nun vermehrt Michael Miskovez stand, schwer. Mit einem Doppelschlag durch Mykola Bilyk und Hutecek eroberte man die Führung umgehend zurück.

Teamchef Pajovič setzte im Angriff vermehrt einen siebten Feldspieler, im Tor durfte sich Constantin Möstl beweisen. Nach einer kurzen Zwei-Tore-Führung und dem neuerlichen Ausgleich der Färöer in der 43. Minute zum 21:21, erkämpfte man sich knapp fünf Minuten vor Spielende ein 27:24. Die Vorentscheidung war damit noch lange nicht gefallen, selbst bei 29:25 2:23 Minuten vor Spielende sah man sich noch nicht im sicheren Hafen. Lukas Hutecek sorgte schließlich in der Schlussminute mit dem 30. Treffer für Gewissheit – Österreich gewinnt auf Färöer 30:28.

Im Parallelspiel bezwang Rumänien die Ukraine 34:26. Österreich führt die Tabelle mit vier Punkten vor Rumänien und der Ukraine mit jeweils zwei Punkten an, Färöer rangiert mit 0 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz.

Anfang Jänner 2023 tritt das Nationalteam zum nächsten Lehrgang zusammen, wird die Zeit nach der verpassten WM 2023 nutzen um sich intensiv auf die verbleibenden vier Spiele in der Qualifikation zur EHF EURO 2024 vorzubereiten. In der Schweiz bestreitet man zudem zwischen 6. Und 8. Jänner den Yellow Cup, trifft dabei auf die Gastgeber sowie Japan und Kap Verde. Zum Abschluss folgt am 13. Jänner noch ein weiteres Freundschaftsspiel in Bregenz gegen die Schweiz, ehe es im März in Hin- und Rückspiel gegen die Ukraine geht.

Teamchef Aleš Pajovič: „Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Sie haben Charakter und Herz gezeigt, waren bereit zu kämpfen und haben gezeigt, dass sie zur EURO wollen. Man hat gesehen, dass speziell die Mittun-Brüder sehr schwer zu verteidigen waren. Es war ein schweres Spiel, aber ich denke, am Ende ist ihnen ein wenig die Kraft ausgegangen und unsere Deckung hat besser funktioniert. Im Angriff hat man gesehen, dass wir trotz unserer körperlichen Überlegenheit Probleme hatten. Mit dem Sieben gegen Sechs hat es dann besser funktioniert. Vier Punkte waren unser Ziel und das haben wir erreicht. Jetzt können alle mit einem guten Gefühl nachhause reisen.“

Lukas Hutecek, mit neun Toren bester Werfer des Abends: „Es war der schwere Fight auf den wir vorbereitet waren. Wir wussten, es wird unangenehm. Färöer hat viele Spieler die stark im Eins gegen Eins sind, das hat uns vor einige Probleme gestellt, dementsprechend haben wir auch viele Zeitstrafen kassiert, was es uns in der Defensive noch schwerer gemacht hat. Aber ich bin stolz auf die Mannschaft, dass wir trotzdem bestanden haben, diesen Fight angenommen haben und die zwei Punkte mitnehmen können.“

Qualifikation zur EHF EURO 2024

Österreich vs. Rumänien 36:32 (18:11)
Do., 13. Oktober 2022, 18:00 Uhr, Graz
Werfer Österreich: Robert Weber (12), Mykola Bilyk (7), Tobias Wagner (7), Sebastian Frimmel (3), Lukas Herburger (2), Boris Zivkovic (2), Lukas Hutecek (2), Eric Damböck (1), Janko Bozovic, Daniel Dicker, Lukas Schweighofer, Elias Kofler, Franko Lastro, Michael Miskovez, Thomas Eichberger (29,27%, 12/41), Constantin Möstl (k.A.) 

Färöer vs. Österreich 28:30 (14:14)
So., 16. Oktober 2022, 19:00 Uhr, Torshavn
Werfer Österreich: Lukas Hutecek (9/9), Robert Weber (7/8), Boris Zivkovic (3/6), Mykola Bilyk (3/8), Sebastian Frimmel (2/3), Lukas Herburger (2/2), Elias Kofler (2/2), Lukas Schweighofer (1/1), Tobias Wagner (1/4), Janko Bozovic, Daniel Dicker, Eric Damböck, Franko Lastro, Thomas Eichberger (28,6%, 8/28), Constantin Möstl (0/6)

Ukraine vs. Österreich
8./9. März 2023

Österreich vs. Ukraine
11./12. März 2023

Rumänien vs. Österreich
26./27. April 2023

Österreich vs. Färöer
So., 30. April 2023

Tabelle

GROUP 4

GP

W

D

L

GOALS

DIFF

PTS

1. Austria

2

2

0

0

66 : 60

6

4

2. Romania

2

1

0

1

66 : 62

4

2

3. Ukraine

2

1

0

1

55 : 59

-4

2

4. Faroe Islands

2

0

0

2

53 : 59

-6

0

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