Spieltag
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Im 200. Länderspiel von Robert Weber muss sich Österreichs Handball Männer Nationalteam Belarus mit 26:29 beugen, beendet die Vorrunde ohne Punkte auf Rang 4 und die EHF EURO 2022 auf Platz 20. Damit muss Österreich im Frühjahr die Vorquali für das WM Playoff spielen, dem man unbedingt entgehen wollte.

Die Hauptrunde war zwar vor dem abschließenden Gruppenspiel für beide Teams außer Reichweite, dennoch stand viel auf dem Spiel. Mit einem guten Ergebnis hätte man noch Rang 15 belegen können und sich damit direkt für das WM Playoff qualifizieren können, das auch eine vermeintlich bessere Auslosung bedeutet hätte.

Nach dem 26:29 muss man im Frühjahr zunächst den Weg über die Vorquali gehen. Löst man das Ticket für das WM Playoff wartet dort eine der Top 15 Nationen der diesjährigen EHF EURO 2022, mit Ausnahme der Ausrichter der WM 2023 Schweden und Polen, Titelverteidiger Dänemark und den Top 3 der EURO.

Starker Beginn blieb unbelohnt
Wie schon gegen Deutschland agierte Österreich zu Beginn des Spiels aus einer starken Deckung heraus. Die 4:1-Führung der Österreicher konnte Belarus noch rasch ausgleichen, in der Folge setzten sich Nikola Bilyk & Co. dann auf vier Tore ab und konnten diesen Vorsprung einige Zeit halten.

Während der Kapitän über die gesamten 60 Minuten manngedeckt wurde, präsentierte sich in der ersten Halbzeit Janko Bozovic aus dem Rückraum treffsicher, versenkte seine ersten vier Würfe im Tor der Weißrussen. Gegen Ende der ersten 30 Minuten wurde man im Angriff fehleranfällig. Das nutzte Belarus um auf 14:14, 15:15 und 16:16 zur Pause auszugleichen.

Noch einmal setzte sich Österreich nach Seitenwechsel mit zwei Toren ab, ab Mitte der zweiten Halbzeit legte dann Belarus erstmals in dem Spiel vor, führte mit 21:20. Die knappe Führung behauptete man, setzte sich in den Schlussminuten schließlich noch mit drei Toren ab und entschied die Partie mit 29:26 für sich.

Teamchef Aleš Pajovič: „Wir sind sehr enttäuscht. Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen. Aber es geht weiter. Wir müssen weiter arbeiten und kämpfen. Belarus, Polen und Deutschland waren drei physisch starke Nationen gegen die wir uns schwer getan haben. Wir spielen eine gute Deckung, haben das phasenweise auch gezeigt. Im 1:1 und 2:2 hatten wir allerdings oft Probleme. Das müssen wir verbessern.“

Nikola Bilyk: „Mit der ersten Halbzeit können wir zufrieden sein, waren zwischenzeitlich mit vier Toren vorne. Dann werden wir aber fehleranfällig im Angriff, werfen Bälle weg und lassen sie zurückkommen. In der zweiten Halbzeit haben wir die Räume die sie uns gegeben haben nicht genutzt. Da hätten wir öfter ins 1:1 und 2:2 gehen müssen, waren zudem hinten nicht dicht genug.“

Ergebnisse EHF EURO 2022

Österreich vs. Polen 31:36 (14:17)
Fr., 14. Jänner 2021, 20:30 Uhr
Werfer Österreich: Sebastian Frimmel (8), Fabian Posch (7), Robert Weber (4), Alexander Hermann (3), Gerald Zeiner (3), Nikola Bilyk (3), Janko Bozovic (1), Boris Zivkovic (1), Tobias Wagner (1)

Deutschland vs. Österreich 34:29 (15:16)
So., 16. Jänner 2021, 18:00 Uhr
Werfer Österreich: Sebastian Frimmel (9), Nikola Bilyk (7), Robert Weber (4), Janko Bozovic (3), Tobias Wagner (3), Fabian Posch (2), Alexander Hermann (1)

Belarus vs. Österreich 29:26 (16:16)
Di., 18. Jänner 2021, 20:30 Uhr
Werfer Österreich: Janko Bozovic (7), Sebastian Frimmel (5), Nikola Bilyk (4), Fabian Posch (2), Gerald Zeiner (2), Boris Zivkovic (2), Julian Ranftl (2), Alexander Hermann (1), Robert Weber (1)

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