Vierzehn Punkte Unterschied in der Tabelle, Erster gegen Letzter! Der Papierform nach scheint das Derby in der Weinviertelarena eine klare Angelegenheit für die Heimischen zu werden. Wenn man jedoch die Hintergründe etwas genauer betrachtet, dann ist die Favoritenrolle nicht so klar verteilt.

Im Hinspiel setzte es für Kljajic & Co nach einer sehr bescheidenen Vorstellung eine 22:24-Niederlage. Tulln hat vor kurzem den Trainer gewechselt und wartet noch auf den Trainereffekt. Im Hollabrunner Lager beklagt man seit Samstag nach Kristof Gal und Kevin Wieninger mit Linksaußen Sebastian Burger den nächsten Langzeitverletzten. Der flinke Außenspieler hat sich samstags in Vöslau bereits nach wenigen Spielminuten das Knie verdreht, muss sich in den nächsten Tagen einer Operation unterziehen und fällt voraussichtlich für den restlichen Grunddurchgang und die Bonusrunde aus.

Gerhard Gedinger (Manager UHC Hollabrunn): "Natürlich spricht die Tabellensituation für uns. Man darf aber nicht vergessen, dass Tulln etliche Spiele sehr knapp verloren und mit Bomber Nenadic und Schlussmann Cucuz zwei sehr starke Legionäre in seinen Reihen hat. Die Verletzung von Sebi ist natürlich ein Wahnsinn und trifft uns sehr. Wir haben aber gerade in Vöslau bewiesen, dass wir auch hochkarätige Ausfälle wegstecken und dennoch eine starke Leistung abliefern können. Eine solche wird auch gegen Tulln erforderlich sein, weil in dieser Partie viel vom Siegeswillen und der Bereitschaft, an seine Grenzen zu gehen, abhängig sein wird. Wir wollen die Tabellenführung jedenfalls ins Ziel bringen. Daher bin ich auch davon überzeugt, dass Vuksa & Co. am Mittwoch den Ernst der Lage erkannt haben und wieder eine Top-Performance abliefern werden."

UHC Hollabrunn vs. Union Handball Club Tulln
Mi., 17. Februar 2021, 19:30 Uhr
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