Alles andere als nach Wunsch verliefen die beiden Auswärtsspiele der FIVERS² nach dem Wiedereinstieg in den Grunddurchgang der spusu CHALLENGE. Gegen UHC Tulln gab es ein bitteres Unentschieden, dann bei HIB Grosschädl Stahl Graz sogar eine so nicht erwartete Niederlage. Im ersten Heimspiel gegen roomz JAGS Vöslau braucht es nun einen starken „Reboot“ der jungen Margaretner.

Gegen die beiden Schlusslichter der spusu CHALLENGE aus Tulln und Graz wären zwei Siege praktisch Pflicht gewesen, um die Chancen auf Platz 6 und damit das Obere Playoff nach dem Grunddurchgang hoch anzusiedeln. Nun gibt es aus diesen beiden Begegnungen einen von vier möglichen Punkten und damit weitaus weniger, als möglich gewesen wäre.

Leider schlichen sich insbesondere im Auswärtsspiel in Graz sehr viele Eigenfehler ein, ein Spiel das auch im Nachhinein in die Kategorie „rabenschwarzer Tag“ einzuordnen ist. Dass der Verletzungsteufel die jungen Margaretner eigentlich seit Saisonbeginn ordentlich verfolgt, ist zwar einer von mehreren Erklärungsansätzen, macht vom Ergebnis her aber wenig Unterschied. Zusätzlich zur Flügelzange aus beiden Gangel-Brüdern, Spielmacher Fabio Schuh und Torhüter Florian Haag musste in Graz mit Jan David zuletzt auch noch der zweite Einser im Tor der FIVERS w.o. geben. Der zuletzt mit guten Leistungen aufzeigende Torwart ist ebenso wie der junge Kreisspieler Florian Heizinger bei der Grundausbildung im Heeressportzentrum, steht somit derzeit nur eingeschränkt zur Verfügung. Inwieweit bis zum nächsten Mittwoch der eine oder andere Verletzte wieder in den Kader zurückkommt, steht in den Sternen.

Rabenschwarz verlief aber die letzte Spielrunde auch für den nächsten Gegner und damit den roomz JAGS Vöslau. Die Thermenstädter, die zu den heißen Anwärtern auf die Top 6 zählen und derzeit mit 11 Punkten hinter dem Trio aus Leoben, Bruck-Trofaiach und Hollabrunn am vierten Tabellenrang liegen, mussten ausgerechnet beim UHC Tulln eine 20:24-Niederlage hinnehmen. Vöslau führte in der trefferarmen Begegnung bis zur 20. Minute mit 5:4 (nur insgesamt neun Tore in zwanzig Minuten!), danach holte Tulln die Führung und gab sie bis zum Spielende nicht mehr her.

In der Mittwoch-Begegnung geht es nun für beide Teams um Wiedergutmachung, wollen beide „ihren rabenschwarzen Tag“ vergessen machen. Dass Vöslau gegenwärtig gegenüber den FIVERS² dabei deutlich zu favorisieren ist, liegt in erster Linie an den deutlich routinierteren Spielern der Niederösterreicher. Vöslau bietet zwar eine an sich relativ junge Truppe auf, die aber etliche Routiniers wie Augustas Strazdas, Mario Dubovecak, Philipp Schuster oder den Ex-FIVER Felix Friedel beinhaltet. Wie auch immer: Für die FIVERS kann es im Vergleich zu den bisherigen zwei Spielen eigentlich nur nach vorne gehen, als Außenseiter kann und will man Vöslau überraschen.

Sandra Zapletal (Trainerin HC FIVERS WAT Margareten II): „Der Blick auf die Tabelle macht klar, dass für uns immer noch alles möglich ist. Zwischen dem vierten Platz und damit Vöslau mit elf Punkten und dem neunten Platz von Tulln mit sieben Punkten liegen gerade mal vier Punkte. Und wir sind da noch mittendrin im Kampf ums obere Playoff. Dass jeder Einzelne von uns und vor allem das Team als Ganzes besser Handball spielen kann als zuletzt in Graz, ist uns allen bewusst. Wir müssen uns jetzt von Spiel zu Spiel wieder unserem Potenzial annähern, in jeder Hinsicht einfach besser werden. Am Ende des Tages wird es darum gehen, im entscheidenden Moment die Nase vorne zu haben. Wenn das die Qualifikation fürs obere Playoff bedeutet, dann ist das gut. Unser Ziel ist die Entwicklung des Teams, der Klassenerhalt gehört dabei dazu, daran hat sich nichts geändert.“

HC FIVERS WAT Margareten II vs. roomz JAGS Vöslau
Mi., 27. Jänner 2021, 20:00 Uhr
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